05.01.2016
Author (no Person account): 
Klaus Denkmair
Research
E-Portfolio-Konzept unterstützt die kompetenzorientierte Arbeitswelt - Jugendliche, Arbeitswelt, Hattie-Studie und E-Portfolio-Konzept im stimmigen Zusammenspiel

ABSTRACT

In the area of tension of the social demands in the worlds of employment, identity and education adolescent learners in the final phase of their compulsory education – at the age of about 15 years – should be adequately supported at this passage into the job finding process and the job integration process. As a supportive measure the e-portfolioconcept should be integrated into the above areas of tension. After a comprehensive analysis of the social frame conditions and tendencies, that can be assigned and reasoned to the phenomenon of dissolution it is tried to verify the typical aspect, also interpretable as requirement profile, for accordance. In this respect the concept of competence in its basic structure turns out to be a suitable connecting element between these areas of tension as an argument of using the e-portfolio in teaching in that context. It constitutes conclusive evidence that the typical profile of the phenomenon of dissolution is represented in the construction of the identity of the adolescents. The effect sizes of the Hattie research study give proof that the demands in the world of employment and in the construction of the adolescents’ identity can partly cope quite well with competence-based teaching. A contrasting juxtaposition of the innovative competences as a central element of connection and argumentation with the concept of the e-portfolio makes accordance in far areas distinctly visible, especially in the field of social-communicative and personal competences. On the whole a recommendation for using e-portfolio in the final phase of compulsory education of adolescents to support their construction of identity and their occupational identification can be clearly deduced. 

Im Spannungsfeld der gesellschaftlichen Anforderungsbereiche Arbeitswelt, Identitätswelt und Bildungswelt sollen jugendliche Lernende in der Endphase ihrer Pflichtschulzeit, im Alter von zirka fünfzehn Jahren, beim Übergang in den Berufsfindungs- und Berufseingliederungsprozess in adäquater Weise unterstützt werden. Als Unterstützungsmaßnahme soll sich das E-Portfolio-Konzept stimmig in die erwähnten Spannungsfelder einpassen. Nach einer umfassenden Analyse der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Tendenzen, die dem Phänomen der Entgrenzung zugerechnet und durch dieses begründet werden können, wird versucht, die typischen Erscheinungsbilder, auch als Anforderungsprofile interpretierbar, auf Übereinstimmungen hin zu überprüfen. Dabei erweist sich der Kompetenzbegriff seiner Grundstruktur nach als geeignetes Verbindungselement zwischen diesen Spannungsfeldern und als Argument, E-Portfolio im Unterricht in diesem Kontext einzusetzen. Es lässt sich schlüssig nachweisen, dass sich das typische Profil des Entgrenzungsphänomens im Konstruktionsprozess der Identität der Jugendlichen abbildet. Über die Effektstärken der Hattie-Studie wird der Nachweis erbracht, dass sich die Forderungen aus Arbeitswelt und der Identitätskonstruktion der Jugendlichen teilweise in Übereinstimmung mit kompetenzorientiertem Unterricht bringen lassen. Eine Gegenüberstellung der innovativen Kompetenzen, als zentrales Verbindungs- und Argumentationselement, mit dem Konzept des E-Portfolios macht Übereinstimmungen in weiten Bereichen, vor allem im Bereich der sozial-kommunikativen und der personalen Kompetenzen, gut sichtbar. Insgesamt kann daraus eine Empfehlung, E-Portfolio für Jugendliche in der Endphase ihrer Schulpflichtzeit zur Stützung ihrer Identitätskonstruktion und ihrer beruflichen Identifizierung einzusetzen, klar abgeleitet werden.

ISBN: 
978-3-639-72012-9
Country:Austria
Domain: 
Secondary Education